
Neue BSW-Spitze gewählt - Kritik am Koalitionspartner SPD
n-tv
Klare Kante statt Kuschelkurs? Das Bündnis Sahra Wagenknecht will auch dem eigenen Koalitionspartner SPD Beine machen. Die neu gewählte Landesvorsitzende setzt auf einen eigenen Kurs ohne Kompromisse.
Kleinmachnow (dpa/bb) - Die neu gewählte Landesvorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), Friederike Benda, will den Aufbau der noch jungen Partei beschleunigen. Zudem forderte sie, auch innerhalb der Regierungskoalition mit den Sozialdemokraten eine klare Kante zu zeigen. Das BSW kritisierte, die SPD packe in der Bildungspolitik notwendige Veränderungen nicht konsequent genug an.
Die 38 Jahre alte BSW-Politikerin Benda wurde am Samstag bei einem Parteitag in Kleinmachnow östlich von Potsdam mit einer Zustimmung von knapp 78 Prozent an die Spitze der Landespartei gewählt. Die Juristin, die auch Vize-Bundesvorsitzende des BSW ist, löst Robert Crumbach ab. Er zog sich von der Parteispitze zurück, um sich nach eigenen Angaben auf sein Amt des Finanzministers konzentrieren zu können. Bei der Wahl des Landesvorsitzes unterlag Parteimitglied Vinzenz Lorenz mit 30 von 136 abgegebenen Stimmen (rund 22,1 Prozent).
Seit vergangenem Dezember regiert das BSW gemeinsam mit der SPD in Brandenburg. Die Partei will sich mit der Gründung von Kreisverbänden nun stärker in den Regionen verankern. Bis Ende des Jahres will das BSW zahlreiche noch offene Mitgliedsanträge bearbeiten und größer werden.
