
"Neapel ist nicht sicher für Eintracht-Fans in diesen Tagen"
n-tv
Das Duell zwischen der SSC Neapel und Eintracht Frankfurt in der Champions League steht nach den Krawallen im März 2023 unter besonderen Vorzeichen. Eintracht-Fans dürfen nicht ins Stadion, die Behörden hoffen auf maximale Kontrolle. Die Eintracht ist sauer.
Sportvorstand Markus Krösche findet die Begründungen "lächerlich", Dario Minden als Leiter der Eintracht-Fanabteilung bezeichnet den erneuten Ausschluss der Frankfurter Fans für das Spiel bei der SSC Neapel schlichtweg als "Skandal". Trotzdem sollen in der süditalienischen Stadt mehr als 800 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, das Champions-League-Duell am Dienstag wird unter höchster Sicherheitsstufe stattfinden. Denn die unrühmliche Vergangenheit abseits des Platzes holt diese Konstellation zwischen Neapel und der Eintracht ein.
Die Fans beider Teams sorgten vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren beim letzten Aufeinandertreffen in der Königsklasse für verstörende Bilder in der Stadt am Vesuv. Sie lieferten sich wilde Straßenschlachten, setzten Autos in Brand und gingen auf die Polizei los. Obwohl Gäste-Fans nicht zugelassen waren - oder vielleicht gerade deswegen?
Dario Minden ist überzeugt davon, dass es ohne diese Entscheidung im März 2023 nicht zu solch heftigen Krawallen gekommen wäre und damit auch nicht zu einem erneuten Ausschluss. "Wenn es Repressalien gibt, dann stellen sich die Behörden hinterher immer hin und sagen: Ja seht her, wie wichtig es ist, dass wir die Repressalien gemacht haben, sonst wäre das alles noch viel schlimmer ausgeartet. Dass in den Repressalien erst der Anstoß lag, das wird nicht gesehen", sagte er.
