
Nachwuchshoffnung Kinnert schrieb offenbar in zwei Büchern ab
Die Welt
Plagiatsgutachters Stefan Weber findet in den Büchern „Für die Zukunft seh’ ich schwarz“ und „Die neue Einsamkeit“ von Diana Kinnert „mitunter großflächige Plagiate“. Die 31-jährige CDU-Politikerin räumt ein, nicht sorgfältig gearbeitet zu haben und entschuldigt sich.
In den vergangenen Jahren hat die CDU-Politikerin Diana Kinnert zwei Bücher veröffentlicht: 2017 erschien „Für die Zukunft seh’ ich schwarz: Plädoyer für einen modernen Konservatismus“, im vergangenen Jahr „Die neue Einsamkeit: Und wie wir sie als Gesellschaft überwinden können“. Doch die 31-Jährige hat diese offenbar eher herausgebracht als komplett selbst geschrieben. Eine Analyse des Plagiatsgutachters Stefan Weber kommt zu dem Ergebnis, dass Kinnert, die zuletzt Mitglied der Wertekommission des Parteichefs Friedrich Merz war, bei beiden Bücher in erheblichem Umfang abgeschrieben hat.
In einer Mitteilung schreibt er, Kinnert habe in den beiden Büchern „in mehr als 200 Passagen mitunter großflächig plagiiert“. Demnach schrieb sie unter anderem bei WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt, „FAZ“-Redakteur Markus Wehner und dem Publizisten Leander Scholz ab, außerdem soll sie „auch aus Wikipedia unzitiert abgeschrieben“ haben. Bei „Für die Zukunft seh’ ich schwarz“ fand Weber 22 plagiierte Stellen, bei „Die neue Einsamkeit“ auf 448 Seiten sogar 203.













