
Nach Krankheitsserie bei Kindern schließt Frankreich Metzgereien
n-tv
Rund um das französische St. Quentin erkranken binnen weniger Tage mehrere Kinder an einer Infektionskrankheit - ein Kind stirbt sogar. Ermittlungen ergeben zwei Fleischereien als Ursprungsort. Dort werden Verunreinigungen festgestellt. Die Behörden reagieren drastisch.
Nach einer Serie bedrohlicher Durchfallerkrankungen bei Kindern mit einem Todesfall in Nordfrankreich haben die Behörden zwei Metzgereien in Saint-Quentin vorsorglich schließen lassen. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Mehrzahl der Kinder Fleisch aus den Metzgereien gegessen habe, teilte die Präfektur mit. Acht Kinder aus der 53.000-Einwohnerstadt Saint-Quentin oder der Umgebung kamen in die Klinik. Bei fünf von ihnen trat eine seltene Form von akutem Nierenversagen auf, an dem ein zwölfjähriges Kind inzwischen gestorben ist.
Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, in den beiden Metzgereien gekaufte Fleischwaren nicht zu verzehren, bis Laboruntersuchungen die Ursache der Erkrankungen nicht zweifelsfrei belegt hätten. Es liefen Untersuchungen zur Herkunft des Fleisches und zur Art der bakteriellen Verunreinigung. Die vorsorgliche Schließung der Metzgereien hänge auch damit zusammen, dass die Verunreinigung ebenfalls die Räumlichkeiten und Gerätschaften betreffen könne.
