
Nach Gletscherabsturz droht in der Schweiz eine Flutwelle
n-tv
Meterhohe Fels- und Eismassen bewegen sich bei einem Gletscherabsturz in der Schweiz in Richtung Tal. Ein Dorf im Wallis wird fast vollständig verschüttet. Jetzt droht der Region eine Kettenreaktion.
Im Schweizer Lötschental droht nach dem gigantischen Gletscherabbruch nun eine Flutwelle. Das Flüsschen Lonza ist durch die meterhohen Fels- und Eismassen, die am Mittwoch vom Berg stürzten, wie durch einen meterhohen Damm gestaut. Die wenigen Häuser, die im Dorf Blatten nicht verschüttet wurden, seien bereits überflutet, berichten die Behörden.
Der Geologe Flavio Anselmetti von der Universität Bern beschreibt die Kettenreaktion, die im schlimmsten Fall nun droht. Die Fels- und Eismassen hätten sich zu einem sehr hohen Damm aufgetürmt, und dahinter staue sich die Lonza. "Das Schlimmste wäre, dass sich Wasser aufstaut bis zur Krone des Bergsturzdammes", sagte Anselmetti dem Schweizer Radiosender SRF. Der Fluss könne sich dann in das Gestein-Eis-Gemisch einschneiden.
