
Nürnberger Schock in der Nachspielzeit: "Extrem hart"
n-tv
Der 1. FC Nürnberg gibt gegen den 1. FC Kaiserslautern einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand - und verliert zudem seinen Kapitän.
eNürnberg (dpa/lby) - Mit bedienten Mienen schlichen die Profis des 1. FC Nürnberg nach dem Last-Minute-Schock gegen den 1. FC Kaiserslautern vom Platz. "Gerade ist es extrem hart. Ich weiß nicht, wann ich schon mal so ein Spiel hatte in meiner Karriere", sagte Verteidiger Jannes Horn, nachdem Lauterns Philipp Klement mit einem Freistoßtor in der Nachspielzeit (90.+5) den Franken beim 3:3 (2:1) am Sonntag den sicher geglaubten Sieg doch noch entriss.
Lange Zeit sah der "Club" im Nürnberger Max-Morlock-Stadion wie der sichere Sieger aus. Bis zur 88. Minute führten die Franken mit 3:1. Dann kassierte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking doch noch den nächsten Dämpfer im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. "Ich habe auch auf dem Platz zu den Jungs gesagt: Ein 3:1 ist gar nichts", berichtete Horn. Man habe es "einfach schlecht gemacht in der zweiten Halbzeit".
Die Nürnberger verpassten die große Chance, sich richtig Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen. Sechs Punkte hätte der Vorsprung auf den Relegationsplatz bei einem Sieg betragen, so sind es vier Zähler. Die Enttäuschung sei natürlich da gewesen, sagte Hecking: "Am Ende des Tages ist wieder nicht viel passiert. Wir haben weiter den Abstand." Eine bessere Ausgangsposition vor den verbleibenden drei Spieltagen habe man sich in der Endphase der Partie "versaut", befand Hecking.
