
Mutmaßlicher Auftragsmord: Verdächtiger auf der Flucht
n-tv
Eine 52-Jährige wird am Niederrhein niedergestochen und stirbt. Die Anklage geht von einem Auftragsmord aus. Doch einer der Verdächtigen wurde aus der U-Haft entlassen und ist untergetaucht.
Voerde (dpa/lnw) - Nach einem mutmaßlichen Auftragsmord in Voerde am Niederrhein hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Männer erhoben – und einen von ihnen zur Fahndung ausschreiben lassen. Denn obwohl der 43-Jährige im Zuge der Ermittlungen schon einmal in U-Haft saß, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Kurz vor einem möglichen Gerichtsprozess fehlt von ihm nun jede Spur.
Das 52-jährige Opfer war im Februar in Voerde erstochen worden. Spaziergänger fanden die Frau vor einem Wohnhaus. Sie starb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort. Für die Ermittler blieb der Fall zunächst rätselhaft, die Täter waren unerkannt entkommen.
Doch schon nach wenigen Wochen kamen die Fahnder auf die Spur der vier Männer. Anstifter für die Tat soll laut Anklage der 47 Jahre alten Lebenspartner des Opfers gewesen sein, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Duisburg auf Anfrage. Er habe den Ermittlungen zufolge seinen 43 Jahre alten Bruder zu dem Mord angestiftet – und ihm erzählt, dass seine Partnerin durch ihre Arbeit bei einem Juwelier nach Feierabend manchmal Gold und Bargeld im Wert von mehr als 100.000 Euro bei sich habe.
