
Mit dem Aus der Lohnfortzahlung könnte sich die Politik verzocken
Die Welt
Die Erwartung, dass sich nach dem Aus der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte mehr Menschen impfen lassen, ist ein Trugschluss. Im Gegenteil: Zahlreiche Betroffene dürften ihre Quarantäne verschweigen oder die Anordnungen gar missachten.
Es gehe ihm um Fairness, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Ab November sollen Ungeimpfte, die in Quarantäne müssen, deshalb keine Lohnfortzahlung mehr bekommen – jedenfalls dann, wenn sie nicht selbst erkranken. Wer sich nicht impfen lässt, dürfe auch nicht auf die Solidarität der anderen setzen, so das Argument. Selbst bei drohenden finanziellen Einbußen.
Unsolidarische Ungeimpfte? Das dürfte allenfalls ein vorgeschobener Grund sein. Warum sollte unsere Solidargemeinschaft dann noch Kosten etwa für Raucher, die mutwillig ihre Gesundheit gefährden, übernehmen?

Im Kriegsfall braucht es nicht nur Panzer und Bunker, sondern auch eine stabile Gesundheitsversorgung. Pharmamanager Simon Goeller sieht Europas Medikamentenmarkt nicht ausreichend für den Ernstfall gerüstet. Er warnt vor der Abhängigkeit von China und den unabsehbaren Folgen, sollten Antibiotika ausgehen.












