
Missbrauchsbeauftragte Claus: Snapchat ist "Eldorado für Täter"
n-tv
Kinder und Jugendliche lieben Snapchat und das Spiel mit Filtern und Nachrichten. Doch RTL-Recherchen zeigen, dass sich auf der App auch zahlreiche Pädokriminelle tummeln. Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung sieht darin ein systemisches Versagen auf Kosten der Kinder.
Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, hat den Betreibern der App Snapchat vorgeworfen, den Kinder- und Jugendschutz bewusst und absichtsvoll zu missachten. Es sei vollkommen klar, dass das Alter der Nutzer nicht kontrolliert werden. "Und genauso wird nicht kontrolliert, wie offensichtlich Täter unterwegs sind." Das mache Snapchat zu einem "Eldorado für Täter".
Claus reagierte damit auf RTL-Recherchen, in denen gezeigt wurde, wie schnell Kinder und Jugendliche auf Snapchat Opfer von pädosexuellen Tätern werden können. "Es ist verheerend, weil hier die Verantwortungsübernahme des Anbieters nicht greift, weil keine Risikoanalyse durchgeführt wird, weil nicht sichergestellt wird, dass solche Täter sich nicht sehr explizit auf dieser Plattform tummeln", sagte Claus RTL/ntv.
Die Doku "Angriff auf unsere Kinder - Der Feind im Chat" auf RTL+.
