
Minister Poseck nach Amoklauf: Maßnahmen bereits hoch
n-tv
Ein 21-Jähriger läuft in einer Schule in Graz Amok, mit tödlichen Folgen. Hessens Innenminister spricht über die Situation in Deutschland.
Wiesbaden/Graz (dpa/lhe) - Hessens Innenminister Roman Poseck sieht nach dem Amoklauf in Graz keinen Anlass für kurzfristige Gesetzesänderungen in Deutschland. Die Maßnahmen in Deutschland seien bereits sehr hoch und man habe auch das Waffenrecht immer wieder verschärft, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtensender Welt TV im Vorfeld der Innenministerkonferenz in Bremerhaven. Dabei wies er auch auf Amokläufe an Schulen in Deutschland hin.
Ein 21-jähriger Österreicher hatte am Dienstag an seiner ehemaligen Schule in Graz mit zwei Schusswaffen zehn Menschen getötet und Suizid begangen. Neun der Todesopfer waren nach Angaben der Polizei zwischen 14 und 17 Jahre alt. Sie erlagen ihren Verletzungen vor Ort. Eine schwer verletzte Lehrerin starb im Krankenhaus.
In Hessen diskutiere man über ein Waffenverbot an Schulen. "Denn Waffen haben an Schulen nichts zu suchen. Ich glaube aber auch nicht, dass es eine Notwendigkeit gibt, dass wir Schulen jetzt zu Hochsicherheitsgebäuden machen", sagte Poseck. "Natürlich ist Sicherheit wichtig, aber wir müssen auch das richtige Maß wahren. Gerade deshalb werden wir das jetzt auch auf der Innenministerkonferenz mit besprechen. Wir dürfen jetzt an dieser Stelle auch nicht überreagieren."
