Mexiko prüft rechtliche Schritte gegen ICE nach tödlicher Razzia in Kalifornien
ProSieben
Der Tod eines mexikanischen Einwanderers bei einer ICE-Razzia in Kalifornien belastet die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Mexiko und den USA weiter. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte rechtliche Schritte an.
Die mexikanische Regierung hat angekündigt, mögliche rechtliche Schritte gegen die US-Ausländerbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) zu prüfen. Hintergrund ist der Tod des 56-jährigen Jaime Alanis Garcia, der bei einer Razzia der Behörde in Kalifornien ums Leben kam. Garcia stürzte bei einem Fluchtversuch von einem Hausdach und erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, darunter ein Genick- und Schädelbruch. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zeigte sich in einer Ansprache empört über den Vorfall und erklärte, dass ihre Regierung die Familie Garcias unterstützen werde. "Die Familie wurde kontaktiert, und wir prüfen auch die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten, da dies nicht akzeptabel ist", sagte sie. Das mexikanische Außenministerium untersucht derzeit, welche rechtlichen Maßnahmen ergriffen werden können. Garcia hinterlässt eine Frau und eine Tochter. Die Familie beschrieb auf der Plattform "GoFundMe", dass er fast zehn Meter von einem Glashaus bei seinem Arbeitgeber in die Tiefe gestürzt sei. Nachdem die lebenserhaltenden Maßnahmen im Krankenhaus abgeschaltet wurden, wandte sich die Familie mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit. Der Vorfall verstärkt die ohnehin angespannte Beziehung zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten unter der Trump-Regierung. Präsident Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt eine harte Linie gegenüber Einwander:innen aus Mexiko verfolgt. Laut Angaben von Präsidentin Sheinbaum wurden seit Beginn seiner Präsidentschaft 68.790 Mexikaner:innen aus den USA abgeschoben.
