
Merz zu Antrittsbesuch in MV - Klare Zusagen für Peenebrücke
n-tv
Mehr Geld für Häfen, Dämpfung der Stromkosten, Verteilkämpfe um EU-Gelder: Welche Versprechen Kanzler Merz in Schwerin machte – und was noch offen bleibt.
Schwerin (dpa/mv) - Der Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Mecklenburg-Vorpommern hat sich für das Land bezahlt gemacht. Nach der Teilnahme an der Kabinettssitzung in Schwerin, machte der Kanzler deutlich, dass der Bund trotz knapper Kassen zu seiner Zusage steht, auch die Peenebrücke zur Insel Usedom bei Wolgast zu finanzieren. "Die Ortsumgehung Wolgast wird gebaut, das Projekt wird fertiggestellt", versicherte der Kanzler. Das sei im Bundeskabinett so beschlossen. Der Verkehrsetat sei Anfang Oktober noch einmal um drei Milliarden Euro aufgestockt worden, "sodass auch ein solches Vorhaben finanziert werden kann".
Die Kosten für die bereits im Bau befindliche Umgehung samt neuer Brücke nach Usedom werden inzwischen mit rund 500 Millionen Euro beziffert. Das hatte Befürchtungen geschürt, dass das Projekt nicht vollendet werden könnte. 2021 war noch von knapp 140 Millionen Euro die Rede. Als möglicher Zeitpunkt der Fertigstellung der Umgehung war 2026 genannt worden. Inzwischen wird eine Fertigstellung für 2028 erwartet.
Die Ortsumgehung soll die Bevölkerung in Wolgast von dem, insbesondere in den Sommermonaten, starken Durchgangsverkehr auf und von der Urlaubsinsel entlasten. "Die Ortsumgehung ist für uns ganz, ganz wichtig", betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Für die Bürger, die Wirtschaft und für die vielen Feriengäste seien gute Verkehrswege unabdingbar. Das Straßenbau-Projekt sei zudem ein Zeichen Richtung Polen, da die Insel Usedom direkt angrenze.
