
Merz erlebt größtmögliche Erniedrigung und muss bangen
n-tv
Wie geht es weiter mit Friedrich Merz? Der designierte Bundeskanzler erlebt im ersten Wahlgang eine historische Schmach. Wann erneut abgestimmt wird, ist unklar. Die kommende Bundesregierung startet mächtig angeschlagen ins Amt - wenn überhaupt.
Das hat es in 76 Jahren bundesrepublikanischer Demokratiegeschichte nicht gegeben: Friedrich Merz ist im ersten Wahlgang zur Wahl des nächsten deutschen Regierungschefs gescheitert. Damit schreibt der CDU-Vorsitzende jetzt schon Geschichte, auch wenn er mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Bundeskanzler werden wird. Wann es einen neuen Wahlgang gibt, ist Stunden nach dem Wahlgang noch offen. Als möglich gelten Mittwoch oder Freitag. Selbst ein Wahlgang noch am Dienstag ist machbar, wenn alle Fraktionen einer kurzfristigen Änderung der Tagesordnung zustimmen.
Mindestens 18 Abgeordnete von SPD, CDU und CSU haben dem 70-jährigen Sauerländer ihre Stimme verweigert. Aus welcher Fraktion die Nein-Sager, Nicht-Abstimmenden oder die eine ungültige Stimme stammen, ist offen. Doch der Fehlstart des neuen Regierungsbündnisses, das sich von der vorherigen Ampelkoalition durch Geschlossenheit und ruhiges Regieren abheben wollte, ist jetzt schon perfekt.
