
Meldestelle Antisemitismus nimmt Arbeit auf
n-tv
Magdeburg (dpa/sa) - Die bisher im Aufbau befindliche Meldestelle Antisemitismus Sachsen-Anhalt ist nun voll arbeitsfähig. Das teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. "Wir wollen Antisemitismus in Sachsen-Anhalt effektiv bekämpfen. Hierzu müssen wir wissen, wo und wie sich dieser zeigt und wer antisemitische Handlungen begeht", erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Betroffene bekämen über die Meldestelle schnell Unterstützung.
Träger der Meldestelle ist der Verein OFEK. Dort können ab sofort Meldungen über ein Online-Formular oder persönlich erfolgen. Die Maßnahme ist Teil des Landesprogramms für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt, das die Landesregierung im vergangenen Jahr beschlossen hatte. Aufgabe der Meldestelle ist die Dokumentation und Analyse von antisemitischen Vorfällen mit und ohne Straftatbestand.
"Irgendwann - so hoffen wir - benötigt es die Gesellschaft weder über Antisemitismus zu reden noch die Opfer zu betreuen und die Vorfälle zu dokumentieren. Auf diese Zeit warten wir", sagte der Vorsitzende des Landesverbandes jüdischer Gemeinden, Max Privorozki. "Bis sie kommt, sind die Präventionsmaßnahmen gegen dieses Übel unabdingbar."
