
Meinungsvielfalt bei ARD und ZDF? „Mir fehlen häufig Gegenstimmen“
Die Welt
Die Juli-Chefin wirft den Öffentlich-Rechtlichen mangelnde Ausgewogenheit vor. Auch die Vielzahl an Sendern und „millionenschwere“ Unterhaltungsprogramme stören sie. Der Rundfunkbeitrag dürfe nicht mehr kosten als ein Netflix-Abo – und solle für viele junge Menschen entfallen.
WELT: Frau Brandmann, wer Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ins Spiel bringt, macht sich nicht unbedingt beliebt. Heftige Kritik erfuhr zuletzt der Vorschlag der CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt, die ARD umzubauen. Es fielen Begriffe wie „verfassungswidrig“ und „demokratiefeindlich“. Wie nehmen Sie die aktuelle Debatte wahr?
Franziska Brandmann: Ich finde es erstaunlich, welcher Empörung sich Menschen ausgesetzt sehen, die eine Rundfunk-Reform anstreben. Das ist doch eine völlig legitime Diskussion.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












