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Mehr als 35 Tote nach Unglück in Tempel in Indien

Mehr als 35 Tote nach Unglück in Tempel in Indien

DW
Friday, March 31, 2023 12:28:16 PM UTC

In Indore stürzte der Boden eines Hindutempels ein. Zahlreiche Gläubige fielen in einen darunter befindlichen Brunnen.

Nach dem Einsturz einer Bodenkonstruktion in einem indischen Hindutempel ist die Zahl der Todesopfer auf 36 gestiegen. Unter den Toten sind auch mehrere Kinder, darunter ein anderthalbjähriges Kleinkind. Weitere Vermisste würden noch gesucht, meldet die indische Nachrichtenagentur ANI unter Berufung auf örtliche Behörden. Die genaue Zahl der Verletzten wurde noch nicht mitgeteilt.

Durch den Einsturz am Donnerstag in einem Tempel in Indore im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh waren zahlreiche Menschen in einen darunter gelegenen Brunnen für rituelle Bäder gestürzt. Dieser war etwa 7,5 Meter hoch mit Wasser gefüllt. Auf Fernsehbildern des Unglücksortes waren Rettungskräfte zu sehen, die mit Leitern und Seilen die Menschen in dem Brunnenbauwerk zu erreichen versuchten.

Die Gläubigen in dem Tempel hatten sich wie Millionen andere Menschen in Indien zum Feiertag Ram Navami versammelt, an dem der Geburtstag des Hindugottes Rama gefeiert wird. Ministerpräsident Narendra Modi erklärte, das Unglück schmerze ihn sehr. Den Hinterbliebenen der Todesopfer sagte er Entschädigungszahlungen von jeweils 200.000 Rupien (2230 Euro) zu. Der Regierungschef des Bundesstaats Madhya Pradesh, Shivraj Singh Chouhan, kündigte sogar an, dass es für die Familien der Toten je 500.000 Rupien (fast 5690 Euro) geben werde.

Tödliche Unglücke in Indiens Tempeln kommen während großer religiöser Feste häufig vor. 2016 waren mehr als 110 Menschen bei einer riesigen Explosion gestorben, als in einer Tempelanlage im Bundesstaat Kerala illegal ein Feuerwerk veranstaltet wurde. 2013 starben 115 Gläubige bei einer Massenpanik auf einer Brücke in der Nähe eines Tempels in Madhya Pradesh. 2008 kamen bei einer Massenpanik in einem auf einem Berg gelegenen Tempel in der nordindischen Stadt Jodhpur etwa 220 Menschen ums Leben, mehr als 400 weitere wurden verletzt.

sti/kle (afp, dpa, kna)

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