
Luftfahrtexperte: Deutsche Flughäfen sind nicht sicher
n-tv
Mehr als 18 Stunden dauert der Verhandlungsmarathon am Hamburger Flughafen, ehe der Geiselnehmer aufgibt. Zum Wochenstart nimmt der Flughafen seinen Betrieb wieder "weitestgehend normal" auf. Dass der Geiselnehmer aufs Flugfeld vordringen konnte, wirft Fragen auf.
Am Hamburger Flughafen müssen sich Reisende einen Tag nach dem Ende der Geiselnahme nach wie vor auf Einschränkungen einstellen. Zum Wochenstart werde mit "weitestgehend Normalbetrieb" gerechnet, teilt der Flughafen mit. Vereinzelt könnten aber weiter auch Flüge gestrichen werden oder sich verzögern. Ein türkischer Geiselnehmer hatte am Sonntagnachmittag nach einem mehr als 18-stündigen Verhandlungsmarathon aufgegeben, Spezialkräften der Polizei seine vier Jahre alte Tochter körperlich unverletzt übergeben und ließ sich widerstandslos festnehmen.
Der Mann hatte seine Tochter am Samstag aus der Wohnung der Mutter im niedersächsischen Stade entführt und war mit ihr in einem Auto Richtung Hamburg geflüchtet. Am Nordtor des Flughafens durchbrach er mit dem Fahrzeug eine mit Schranken gesicherte Zufahrt und fuhr bis auf das Flugfeld zu einer abflugbereiten Maschine. Dabei habe er Schüsse aus einer Waffe abgegeben und zwei Brandsätze gezündet, die nach Polizeiangaben aber schnell gelöscht werden konnten.
Hintergrund der Tat ist laut Polizei ein Sorgerechtsstreit zwischen dem in Buxtehude (Landkreis Stade) lebenden Mann und seiner 39 Jahre alten Ex-Frau. Schon 2022 sei er mit der Tochter unberechtigt in die Türkei gereist. Damals sei bereits wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger gegen ihn ermittelt worden, was schließlich zu einer Verurteilung zu einer Geldstrafe geführt habe.
