
Linken-Mitglieder beantragen Parteiausschluss von Bodo Ramelow
Die Welt
Mitglieder der Linkspartei wollen Bodo Ramelow aus der Partei werfen. Ein entsprechender Antrag ist bei der Landesschiedskommission in Thüringen eingegangen. Die Antragssteller stören sich an Ramelows Haltung im Ukraine-Krieg – er nehme die Vernichtung der Menschheit in Kauf.
Bodo Ramelow ist einer der wenigen verbliebenen Aushängeschilder der Linkspartei. Doch nach dem Willen zweier Mitglieder soll Ramelow die Partei verlassen: Sie beantragten bei der Landesschiedskommission der Linken in Thüringen den Parteiausschluss des Ministerpräsidenten. Das bestätigte ein Sprecher der Partei auf WELT-Anfrage.
Zuerst hatte der „Spiegel“ über den Antrag berichtet. Hintergrund soll dem Bericht zufolge Ramelows Haltung im Krieg in der Ukraine sein. Die Antragssteller argumentierten, dass Ramelow die Vernichtung der Menschheit und einen nuklearen Krieg in Kauf nehme. Das Auftreten des Ministerpräsidenten spalte die Partei und gefährde ihre Existenz.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












