
Linke-Chef will Drohnen "lieber stören statt abschießen"
n-tv
Linken-Chef Jan van Aken grenzt sich scharf vom Kurs des Bundeskanzlers ab. Weder unterstütze seine Partei eine allgemeine Wehrpflicht noch den Einsatz der Bundeswehr gegen Drohnen im Innern. Van Aken fordert zudem von der Bundesregierung mehr Druck auf Israel.
Der Linken-Vorsitzende Jan van Aken lehnt den von Bundeskanzler Friedrich Merz befürworteten Pflichtdienst ab. Er könne verstehen, wenn junge Menschen nicht für ein Land kämpfen wollten, das nach ihrem Eindruck nicht für sie kämpft. "Ich glaube, solange er (Merz) nicht Politik für die große Mehrheit der Menschen macht, kann er darauf verzichten", sagte van Aken in der Sendung "Frühstart" von ntv zu den Überlegungen des Kanzlers. Die Linke stünde "auf keinen Fall" für eine Grundgesetzänderung zur Verfügung, um den Wehrdienst an der Waffe auch für Frauen einzuführen, so van Aken.
"Ich bin gegen Pflichtdienste", sagte der 64-Jährige. Er habe noch ungute Erinnerungen an die Gewissenprüfung, der er sich unterziehen musste, um den Wehrdienst zu verweigern. "Das ist so entwürdigend, das will ich allen anderen Menschen ersparen."
