
Laumann findet neue gemäßigte CDU-Gruppe überflüssig
n-tv
Parteichef Merz solle eine Kurskorrektur vornehmen, die CDU müsse sich klar gegen die AfD abgrenzen. Das hatte eine Reihe CDUler gefordert und eine neue innerparteiliche Gruppierung gegründet. Vize Laumann sagt jetzt: Brauchen wir nicht, gibt es schon.
CDU-Vize Karl-Josef Laumann weist die Forderungen der Initiative "Compass Mitte" nach einer Kurskorrektur der Partei zurück. "Das Wertegerüst der CDU basiert von jeher auf unseren konservativen, liberalen und christlich-sozialen Wurzeln", sagte Laumann dem "Spiegel". Wer ihn kenne, wisse: Die christlich-soziale Wurzel liege ihm besonders am Herzen, so Laumann. Als Volkspartei müsse die Union diese Wurzeln leben. "Und ich bin der Meinung: Wir leben sie auch."
Mit Laumann äußert sich erstmals ein Mitglied der engsten Parteiführung zu "Compass Mitte". Die Gruppe war vor einigen Tagen an die Öffentlichkeit gegangen - unter anderem mit der Forderung nach einer stärkeren Abgrenzung nach rechts.
Laumann hält dagegen: "Wir haben funktionierende Vereinigungen, darunter nicht zuletzt auch eine starke CDA", sagte der 68-Jährige. "Daher halte ich eine neue Gruppierung in der Union nicht für nötig." Laumann ist in Nordrhein-Westfalen Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales.
