
Laschets Erfolg: Er ist noch da
n-tv
Ein historisches schlechtes Ergebnis für die Union, doch Kanzlerkandidat Laschet peilt das Kanzleramt an. Die CDU-Spitze macht mit - vorerst, denn der Machterhalt scheint möglich und geht nur mit dem Vorsitzenden.
Mit einem tiefblauen Auge geht Armin Laschet nach jetzigem Stand aus diesem Wahlabend - CDU und CSU erreichen das historisch schlechteste Ergebnis, das sie jemals in einer Bundestagswahl eingefahren haben. Aber nach Hochrechnungen liegen sie nur knapp hinter der SPD. Aufgrund der Überhangmandate, von denen besonders die CSU profitieren könnte, wäre es sogar möglich, dass die Union mehr Sitze im neuen Bundestag haben wird als die Sozialdemokraten. Zwar hieß es aus der CSU noch vor kurzem, Platz zwei "bedeutet am Ende Opposition". Am Wahlabend möchte das jedoch keiner der Unionsspitzenpolitiker so wiederholen.
"Wir haben als Union von unseren Wählern und Wählerinnen einen klaren Auftrag erhalten, eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung", sagt Laschet, da liegen Union und SPD in der ersten Hochrechnung nur 0,2 Prozentpunkte auseinander. Man werde "alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden".
