
Land prüft fehlerhafte Überstundenabrechnungen von Lehrern
n-tv
Haben einige Lehrer in Sachsen-Anhalt bei der Angabe von Überstunden geschummelt? 49 Schulen werden genauer unter die Lupe genommen.
Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt werden dienstrechtliche Konsequenzen im Zusammenhang mit der Erfassung von Überstunden bei Lehrern geprüft. Man habe 49 Schulen identifiziert, "wo die Abrechnungen absolut falsch sind", sagte Bildungsministerin Eva Feußner in der Regierungsbefragung im Landtag. Die Schulen seien in einem Prozess mit dem Landesschulamt, so die CDU-Politikerin. Es handle sich um "stark fehlerhafte Dinge". Es werde geprüft, "ob da auch noch dienstrechtliche Konsequenzen erfolgen müssen".
Laut Feußner geht es um sogenannte Mehrzeiten, die im Laufe eines Schuljahres anfallen. "Das sind also Überstunden, die durch Vertretung der unterschiedlichsten Art und Weise entstehen", sagte Feußner. Sie würden jeweils immer zum Ende eines Schuljahres abgerechnet.
Die Lehrkräfte schreiben die zusätzlichen Stunden nach Angaben des Bildungsministeriums auf, die Schulleitungen sammeln und übermitteln diese an das Landesschulamt. Als Mehrzeit gilt nur zusätzlich erteilter Unterricht, nicht jedoch Ausflüge oder Ähnliches. Dem Vernehmen nach sollen einige Schulen aber auch Zeiten übermittelt haben, die keine Unterrichtsstunden waren.
