
Lage im Süden Syriens bleibt angespannt
n-tv
Nach tagelangen Kämpfen in Suwaida einigen sich die syrische Armee und verschiedene Volksgruppen auf eine Waffenruhe. Diese scheint jedoch zu bröckeln. Inzwischen mischt auch Israel in dem Konflikt mit. Zudem macht ein Milizenkommandeur eine Ankündigung.
Im Süden Syriens ist die Lage einen Tag nach der Waffenruhe zur Beendigung der Kämpfe in der Drusen-Stadt Suwaida unübersichtlich. Zwar sagte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, am Donnerstag in Washington, die Deeskalation scheine voranzuschreiten. Allerdings hatte kurz zuvor ein Kommandeur der Beduinen in der Region gegenüber Reuters eine Offensive gegen drusische Kämpfer angekündigt. Zudem meldete die syrische Nachrichtenagentur Sana Luftangriffe in der Umgebung von Suwaida.
Die syrische Präsidentschaft beschuldigt drusische Kämpfer, die Waffenruhe verletzt zu haben. "Gesetzlose Kräfte" hätten durch "grausame Gewalttaten" gegen das Waffenruheabkommen verstoßen, hieß es in einer Erklärung der Präsidentschaft mit Bezug auf Milizen der in der Region mehrheitlich vertretenen religiösen Minderheit der Drusen. Die "Verbrechen" der Kämpfer stünden in völligem Widerspruch zu den Vermittlungsbemühungen, gefährdeten den inneren Frieden direkt und führten zu "Chaos und einem Zusammenbruch der Sicherheit", erklärte die Präsidentschaft.
