
Kriemhilds Rache, made in London
n-tv
Die Nibelungen-Festspiele arbeiten im kommenden Jahr erstmals mit einer britischen Compagnie zusammen – und deuten das Mittelalterdrama als politisches Ränkespiel.
Worms (dpa/lrs) - England zu Gast in Rheinland-Pfalz: Die stets experimentierfreudigen Nibelungen-Festspiele in Worms betreten im kommenden Jahr erneut ungewohnte Pfade. Das Stück "Die Hunnenkönigin" und die Inszenierung (17. Juli bis 2. August 2026) entstehen in enger künstlerischer Kooperation mit der Londoner Theatercompagnie "Les Enfants Terribles", wie die Organisatoren mitteilten. Autor Oliver Lansley soll zusammen mit James Seager Regie führen. Der Vorverkauf startet am 31. Oktober.
Im Mittelpunkt des Stücks steht Burgunderprinzessin Kriemhild, die nach dem Tod von Drachentöter Siegfried ins Lager der Hunnen wechselt und zur mächtigsten Frau des Kontinents wird. "Les Enfants Terribles" wollen die Geschichte als politisches Ränkespiel erzählen - aber auch als schmerzhaften Verrat, ungewöhnliche Liebe und große Rachegeschichte.
"Oliver Lansley und James Seager stehen mit ihrer Theatercompagnie für aufregendes, spielfreudiges und zugleich inhaltsstarkes Theater", sagte Intendant Nico Hofmann. Man freue sich, gemeinsam mit "Les Enfants Terribles" noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Geschichte der Nibelungen zu werfen. Ähnlich äußerte sich der künstlerische Leiter Thomas Laue.
