Kostenfalle Gasheizung: So teuer ist sie langfristig
ProSieben
Bei der Entscheidung für den Einbau einer neuen Gasheizung unterschätzen viele Haushalte die Kosten, die dauerhaft auf sie zukommen. Das ergaben neue Berechnungen von "Finanztip".
Lediglich auf den Anschaffungspreis einer neuen Heizung zu achten, kann sich nach Einschätzung von "Finanztip" rächen. Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung des Geldratgebers heißt, kostet eine neue Gasheizung im Einfamilienhaus zunächst rund 8.000 Euro. Das scheinbar attraktive Angebot entpuppt sich nach der aktuellen Berechnung des Geldratgebers jedoch als Kostenfalle. Über einen Zeitraum von 20 Jahren betrachtet summieren sich die tatsächlichen Kosten des Modells Gasheizung demnach auf das Dreifache des Anschaffungspreises. Als Grund dafür werden vor allem die steigenden CO₂-Kosten benannt. Sie verteuerten fossiles Heizen langfristig stark. "Was auf dem Preisschild der Gasheizung fehlt, sind die CO₂-Kosten der nächsten 20 Jahre – bis sie nach dem Gebäudeenergiegesetz 2045 außer Betrieb gehen muss", warnt Sandra Duy, Expertin für energetisches Sanieren bei Finanztip. "Diese belaufen sich laut unserer Berechnung auf rund 17.500 Euro zusätzlich." Damit liege der reale Preis einer neuen Gasheizung nicht bei 8.000, sondern bei etwa 25.500 Euro. Neben diesen direkten CO₂-Kosten gebe es weitere Faktoren, die die finanzielle Belastung für neue Gasheizungen zusätzlich in die Höhe treiben, so Duy. Nicht berücksichtigt in der Berechnung seien etwa möglicherweise steigende Netzentgelte für Gas, da sich immer weniger Gaskund:innen die Netzkosten teilen müssten oder die seit 2024 geltende Pflicht bei neuen Gasheizungen zur Beimischung von Biogas.
