
Kohlegegner demonstrieren mit "Feuerlinie" in Lützerath
n-tv
Erneut haben Kohlegegner für den Erhalt des Dorfes Lützerath am Tagebau Garzweiler demonstriert. Sie fordern einen schnelleren Kohleausstieg. Die bedrohliche Klimakrise stellten sie mit einer "Feuerlinie" dar.
Lützerath (dpa/lnw) - Mindestens 1000 Kohlegegner haben am Sonntag in Lützerath friedlich gegen den Braunkohleabbau im Rheinischen Revier protestiert. Fridays for Future, Greenpeace und andere Gruppen hatten zu der Demonstration vor einem zum Abriss vorgesehenen Bauernhof in der Nähe des Tagebaubetriebs Garzweiler aufgerufen. Der Bauernhof, der ganze Ort und weitere Dörfer sollen nach den Planungen für den Kohleabbau weichen. Die Polizei sprach von "über 1000" Teilnehmern, die Organisatoren von 5000.
"Wer die Klimakrise bremsen will, darf die Zerstörung von Dörfern für den Klimakiller Braunkohle nicht mehr zulassen", sagte Greenpeace-Klimaexperte Bastian Neuwirth laut einer Mitteilung. Die Ampel-Parteien in Berlin müssten den Kohleausstieg verbindlich auf spätestens 2030 vorziehen, forderte er. Bisher ist das Jahr 2038 als Ausstiegsdatum festgelegt.
