
Klage soll erhöhte neue US-Visagebühr stoppen
n-tv
100.000 US-Dollar sollen Unternehmen in den USA künftig für Visa von Fachkräften zahlen. Das sorgt hauptsächlich in der Technologiebranche für Unruhe und Widerstand. Jetzt gibt es sogar rechtliche Schritte.
Gewerkschaften und Berufsverbände aus verschiedenen Bereichen haben Klage gegen die erhöhten Visagebühren der US-Regierung eingereicht. Die Organisationen argumentierten in der am Freitag (Ortszeit) vorgelegten Klage, die vor rund zwei Wochen eingeführte Gebühr von 100.000 US-Dollar (rund 85.000 Euro) pro Visum sei illegal. Die Neuregelung hätte vom Kongress beschlossen werden müssen – und nicht durch ein präsidiales Dekret eingeführt werden dürfen.
Zudem bremse die hohe Gebühr, Innovation und Wirtschaftswachstum und gefährde die Grundversorgung, erklärten die Kläger. Ohne die Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem Ausland werde in Krankenhäusern medizinisches Personal fehlen, Kirchen würden ohne Pastoren dastehen und Schulen ohne Lehrer. Die Gebühr müsste unverzüglich aufgehoben und die Planbarkeit für Fachkräfte und Arbeitgeber wiederhergestellt werden.
