
Kimberly-Clark übernimmt problembeladenen Konkurrenten Kenvue
n-tv
Die Eigenständigkeit war am Ende nur kurz: Nach nur gut zwei Jahren schlüpft Kenvue wieder unter das Dach eines Konkurrenten. Die frühere Johnson & Johnson-Tochter war zuletzt mit seinem Mittel Paracetamol ins Visier von US-Präsident Trump geraten.
In der Konsumgüterbranche bahnt sich ein Mega-Deal an. So will der Konzern Kimberly-Clark den Konkurrenten Kenvue übernehmen und damit einen neuen Riesen im Geschäft mit Gesundheits- und Pflegeprodukten schmieden. Bei dem Deal wird Kenvue mit rund 48,7 Milliarden Dollar bewertet, wie beide Unternehmen mitteilten. Zu Kimberly-Clark gehören Marken wie Kleenex-Taschentücher und Huggies-Windeln. Kenvue, die frühere Konsumgütersparte von Johnson & Johnson, ist für Produkte wie Listerine-Mundspülung, Neutrogena-Hautpflege und o.b.-Tampons bekannt.
Die Aktionäre von Kenvue sollen 3,50 Dollar in bar sowie 0,14625 Kimberly-Clark-Aktien für jedes ihrer Papiere erhalten. Dies entspricht einem Gesamtwert von 21,01 Dollar je Aktie, basierend auf dem Schlusskurs von Kimberly-Clark vom 31. Oktober. Nach Abschluss der Transaktion sollen die bisherigen Kimberly-Clark-Aktionäre etwa 54 Prozent und die Kenvue-Anteilseigner rund 46 Prozent an dem neuen Konzern halten.
Kimberly-Clark will den Baranteil unter anderem durch neue Schulden und Erlöse aus dem Verkauf eines Geschäftsbereichs finanzieren. Der Abschluss des Deals wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet, sofern die Aktionäre beider Firmen und die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben.
