
Keiner bringt Frankfurts Traum zum Platzen
n-tv
Am Ende war es fast folgerichtig: Eintracht Frankfurt gewinnt die Europa League. Eine Sensation am Ende einer spektakulären Saison in dem Wettbewerb, in dem sich Bundesligisten so gerne blamieren. Die Hessen aber beenden den Rausch ohne Kater.
Was ist da im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán eigentlich passiert?
70.000 Frankfurter Fans, noch viel mehr aus Glasgow waren extra nach Sevilla gereist, um den Europa-League-Sieger zu feiern. Nicht gemeinsam, nein, nein. Größtenteils friedlich war es in der Stadt vor dem Spiel geblieben, im Stadion gab es ein Stimmungsduell und am Ende waren die Fans in Blau enttäuscht, Tausende weinten nach einem mehr als zweistündigen Fußballerlebnis. Und die Frankfurter, die Weißen, kehrten wieder in den Ekstasemodus zurück, der sie durch diese begeisternde Europa-League-Saison getragen hatte. Ein Rausch, der nicht mit dem Kater endete: Eintracht Frankfurt holte nach 1980 den zweiten europäischen Titel der langen Vereinsgeschichte.
42 Jahren nach dem UEFA-Cup-Sieg erarbeitete sich der Fußball-Bundesligist den wunderschönen Ausgang eines großen Traums, der sich in den vergangenen Monaten immer weiter manifestierte. Weit über zwei Stunden dauerte das Finale, mehrfach drohte der Traum kurz vor dem Höhepunkt zu platzen. Kapitän Sebastian Rode lag nach wenigen Minuten blutüberströmt am Boden, nach einer Stunde lag Eintracht Frankfurt für wenige bittere Augenblicke komplett am Boden und am Ende tanzten sie doch.
