
Keine Kampfjets für die Ukraine? „Olaf Scholz hat völlig recht“, sagt Ralf Stegner
Die Welt
Anders als SPD-Chefin Esken schloss der Bundeskanzler Kampfjet-Lieferungen an die Ukraine vorerst aus und forderte eine „seriöse Debatte“. SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner begrüßt die Ansage – schließlich gehe es auch um die „Frage einer Kriegsbeteiligung“.
SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner hat die Absage von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) an Forderungen nach einer Lieferung von Kampfjets aus Deutschland für die Ukraine begrüßt. „Olaf Scholz hat völlig recht, wenn er kurz nach der schwierigen Entscheidung zu den Kampfpanzern der sofort aufgeflammten Debatte über neue deutsche Lieferungen offensiver Waffensysteme von Kampfflugzeugen bis zu U-Booten eine klare Absage erteilt“, sagte Stegner WELT.
Neben der „bereits sehr großen ökonomischen, humanitären und militärischen Unterstützung der Ukraine“ gehe es immer auch darum, eine weitere Eskalation zu vermeiden, warnte Stegner – und „insbesondere eine Kriegsbeteiligung definitiv auszuschließen.“ Angesichts der jüngsten Forderungen sagte er: „Man erkennt das Grundmuster einer fortschreitenden Militarisierung des Denkens und Handelns.“

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












