
Keine Gerechtigkeit für die Morde an Putins Gegnern
Die Welt
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland für den Giftmord am Ex-Agenten Alexander Litwinenko verantwortlich gemacht. Doch eine echte Chance auf Gerechtigkeit gibt es nicht – wie eine ganze Reihe von Morden und Attentaten aus der Amtszeit Wladimir Putins zeigt.
Russland trägt laut dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte die Verantwortung für den Tod von Alexander Litwinenko. Vor fünfzehn Jahren wurde Litwinenko, seinerzeit ein bekannter Kritiker von Wladimir Putin, im britischen Exil mit radioaktivem Polonium vergiftet. Litwinenkos Witwe Anna wurden nun 100.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Der Kreml nannte die Gerichtsentscheidung „unbegründet“, man werde auf sie nicht reagieren.
Das Statement aus Moskau fügt sich in ein vertrautes Muster: Wird Russland ein Mord im Ausland vorgeworfen, mauert Moskau und sieht sich unschuldig verurteilt. Bei Taten im Inland werden die Auftraggeber der Morde nie ermittelt. Das beweisen zahlreiche Beispiele während der Amtszeit von Wladimir Putin.

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