
Keine Auswirkungen in Leuna durch Gas-Lieferstopp nach Polen
n-tv
Leuna (dpa/sa) - Am Chemiestandort Leuna sind nach Angaben der Betreibergesellschaft aktuell keine Auswirkungen des Lieferstopps von russischem Gas nach Polen und Bulgarien zu spüren. "Erdgas liegt vor", sagte ein Sprecher der Infraleuna GmbH am Donnerstag. Das Unternehmen bietet am Standort ansässigen Firmen Dienstleistungen an, darunter die Versorgung mit Energie per Gaskraftwerke. Allerdings bewege sich der Erdgaspreis weiter auf sehr hohem Niveau, sagte der Sprecher. Die Meldung vom Lieferstopp habe am Mittwoch zu einem kurzfristigem Sprung geführt.
Auf dem 1300 Hektar großen Industrieareal in Leuna sind rund 100 Firmen ansässig, die 12.000 Menschen beschäftigen. Produziert werden unter anderem chemische Grundstoffe. Zudem werden in der Raffinerie des französischen Mineralölkonzerns Total (Paris) auf der Basis von Öl Kraftstoffe wie Benzin und Diesel hergestellt.
Im Gasstreit zwischen Russland und dem Westen hatte der Staatskonzern Gazprom seine Lieferungen nach Polen und Bulgarien am Mittwoch eingestellt. Hintergrund ist ein Streit über die Zahlungsmodalitäten. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte mitgeteilt, dass die Versorgungssicherheit in Deutschland derzeit gesichert sei.
