
Kehler Rathauschef kritisiert verstärkte Grenzkontrollen
n-tv
Kehl am Rhein ist besonders von den verstärkten Kontrollen an der Grenze zu Frankreich betroffen. Der Oberbürgermeister will sich nun an prominente Berliner Regierungsvertreter wenden.
Kehl (dpa/lsw) - Der Kehler Oberbürgermeister Wolfram Britz hat die verstärkten Kontrollen an der Grenze zur französischen Nachbarstadt Straßburg scharf kritisiert. "Wir fühlen uns zurückgeworfen in Zeiten, die wir längst überwunden glaubten", teilte der parteilose Lokalpolitiker mit.
Es sei nicht zu rechtfertigen, dass Kontrollen das Leben von Tausenden Grenzpendlern, Schülern und Familien beeinträchtigten. Der Rathauschef der Grenzgemeinde im Ortenaukreis kündigte an, an den neuen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zu schreiben.
Nach der Anweisung Dobrindts zu schärferen Regeln an den deutschen Grenzen waren in den ersten Bundesländern verstärkte Kontrollen angelaufen. Wenige Stunden nach seinem Amtsantritt hatte er angekündigt, künftig sollten auch Asylsuchende an der Grenze zurückgewiesen werden können. Dies soll allerdings nicht für Schwangere, Kinder und andere Angehörige vulnerabler Gruppen gelten.
