
Kampf gegen fehlende Spannung - BVB-Frust trotz Sieg
RTL
Elf Punkte Rückstand auf die Bayern, acht Zähler Vorsprung auf Rang fünf: Das letzte Saisondrittel droht zäh zu werden für den BVB. Einen Vorgeschmack gab es in Köln. Im Club ist Frust zu spüren.
Elf Punkte Rückstand auf die Bayern, acht Zähler Vorsprung auf Rang fünf: Das letzte Saisondrittel droht zäh zu werden für den BVB. Einen Vorgeschmack gab es in Köln. Im Club ist Frust zu spüren. Bei Borussia Dortmund versuchen sie alles, um die Spannung irgendwie hochzuhalten. Wie schwierig das bei elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München und angesichts des vorzeitigen Scheiterns in der Champions League und im DFB-Pokal ist, wurde beim 2:1-Zittersieg beim eine Halbzeit lang in Unterzahl spielenden 1. FC Köln allzu deutlich. „Wir werden das sicherlich aufarbeiten müssen“, schimpfte Trainer Niko Kovac. „Das kann nicht unser Anspruch sein.“ Kovac ist kein Trainer, der öffentlich hart mit seinen Spielern ins Gericht geht. Im extrem kritischen BVB-Umfeld stellte sich der 54-Jährige in den vergangenen Monaten nach Rückschlägen immer wieder vor seine Mannschaft und versuchte, aufkommende Kritik als unsachlich zurückzuweisen. Am Samstagabend aber hatte auch er genug. Zusammen mit Sportdirektor Sebastian Kehl faltete er seine Spieler noch in der Kabine zusammen. „Wir haben sehr intensiv diskutiert mit der Mannschaft“, berichtete Kehl. Gegen zehn abstiegsbedrohte Kölner hätte der BVB eine 2:0-Führung beinahe noch verspielt. Nach dem späten Anschlusstreffer von Jakub Kaminski (88. Minute) übersah Schiedsrichter Daniel Siebert in der Nachspielzeit ein klares Handspiel von Dortmunds Yan Couto. Auch der Videoschiedsrichter griff nicht ein, was zu wütenden Reaktionen des FC führte. „Ich kann die Reaktionen durchaus verstehen“, bekannte Sportchef Lars Ricken bei Sky und Kehl meinte: „Ich kann nicht verhehlen, dass wir uns auch aufgeregt hätten.“ Viel hätte nicht gefehlt, und der Vorsprung von aktuell acht Zählern auf Rang fünf wäre geschmolzen. Die Nicht-Qualifikation für die Champions League wäre für den börsennotierten Club eine finanzielle Katastrophe. Durch das nicht eingeplante Scheitern in den Achtelfinal-Playoffs steuern die Dortmunder bereits auf einen Fehlbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von bis zu 22 Millionen Euro zu.













