
Kampf dem Dauerstau vor Garmisch: Tunnel Oberau offen
n-tv
Fast jeder Urlauber oder Ausflügler stand hier schon mal im Stau: auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen. Ein neuer Tunnel soll Abhilfe schaffen. Bei der Eröffnung dabei: eine "Tunnelpatin" und ein "Tunnelgott". Aber die Buddelei hat noch lange kein Ende.
Oberau (dpa/lby) - Nach rund elf Jahren Bauzeit ist auf der notorisch überlasteten Bundesstraße Richtung Garmisch-Partenkirchen eine wichtige Umgehung frei. Der Tunnel für Oberau wurde am Donnerstag als längster Straßentunnel Bayerns eröffnet. Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sprach von einem "historischen Tag". Die Bewohner würden von Lärm und Abgasen befreit, der Verkehr komme besser voran.
Als erstes fuhren "Tunnelpatin", Biathletin Magdalena Neuner aus Garmisch-Partenkirchen, und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in Cabrios in die Röhren. Dobrindt hatte als damaliger Bundesverkehrsminister Millionen für das Bauvorhaben in seinen Wahlkreis geleitet. In der Region firmiert er auch als "Tunnelgott".
Die Umgehung ist ein wichtiger Baustein für eine bessere Verbindung vom Autobahnende der A95 nach Garmisch-Partenkirchen und Österreich. Dort stehen seit Jahren Urlauber und Ausflügler im Stau. Umweltschützer fürchten allerdings, dass mit dem Ausbau noch mehr Blechlawinen in die Region um die Zugspitze drücken.
