
Kalt verweigert Biden jede Selbstkritik
Die Welt
In seiner bisher wichtigsten Rede als Oberbefehlshaber verteidigt Joe Biden den Rückzug aus Afghanistan. Er zeigt mit dem Finger auf die Afghanen und seine Vorgänger – und lässt viele Fragen offen. Bidens Auftritt in der Schnell-Analyse aus Washington.
Umgebung: Joe Biden spricht am Montagnachmittag (Ortszeit) im East Room des Weißen Hauses, hinter sich fünf US-Flaggen. Kurz zuvor ist er von seinem Landsitz Camp David nach Washington gereist, kurz nach dem Auftritt fliegt er dorthin zurück. Biden redet 19 Minuten lang. Einmal verspricht er sich. Seine Miene ist ernst, er lächelt nicht ein einziges Mal. Anders als üblich lässt Biden anschließend alle Reporter-Fragen unbeantwortet. Kernbotschaft: Der Abzug ist richtig, sagt Biden, „ich stehe zu meiner Entscheidung“. Er verweist darauf, dass die USA bereits seit 20 Jahren in Afghanistan militärisch präsent sind. Er spricht von „Amerikas längstem Krieg“. Vier Präsidenten hätten währenddessen regiert, „ich will dies nicht einem fünften Präsidenten übergeben“. Die USA hätten ihr Ziel erreicht, die Verantwortlichen für die Terroranschläge 2001 zur Verantwortung zu ziehen, sagt er, und verweist auf die Tötung Osama bin Ladens in Pakistan vor zehn Jahren. Es gebe niemals einen guten Zeitpunkt für einen Abzug, gesteht Biden ein. Er aber sei gegen „endlose Militäreinsätze“. Damit verwendet Biden abermals eine Formel seines Vorgängers Donald Trump.
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