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König Charles III. nimmt nicht am Weltklimagipfel teil

König Charles III. nimmt nicht am Weltklimagipfel teil

DW
Sunday, October 02, 2022 04:07:53 PM UTC

Er gilt als ein Vorreiter im Kampf für den Klimaschutz. In seiner neuen Rolle wird der britische König Charles III. im November aber nicht zum Weltklimagipfel nach Ägypten reisen, wie der Buckingham-Palast bestätigt.

Zuvor hatte die "Sunday Times" berichtet, die neue Premierministerin Liz Truss habe den König von der Teilnahme abhalten wollen. Der Palast weist jedoch die Behauptung zurück, es habe Unstimmigkeiten gegeben. Die BBC zitiert, die Entscheidung sei "in gegenseitiger Freundschaft und Respekt" getroffen worden.

Nach den Regeln der konstitutionellen Monarchie Großbritanniens ist es dem König untersagt, sich in die Politik einzumischen. Charles hatte eingeräumt, dass er als Monarch weniger Freiheiten haben wird, sich zu öffentlichen Themen zu äußern, als er es als Thronfolger hatte. Alle offiziellen Auslandsbesuche von Mitgliedern der königlichen Familie werden nach Absprache mit der Regierung unternommen. Eine Entscheidung zum Weltklimagipfel wäre das Ergebnis von Konsultationen und Vereinbarungen.

Bevor er nach dem Tod von Königin Elisabeth II. am 8. September König wurde, hatte es Spekulationen gegeben, dass Charles in seiner damaligen Rolle als Prinz von Wales zum Gipfel reisen würde. Der Weltklimagipfel (COP) ist das wichtigste internationale Treffen der Klimapolitik. Charles nahm im vergangenen Jahr an COP26 in Glasgow, Schottland, teil, aber seine Teilnahme an der diesjährigen Konferenz Mitte November in Ägypten wurde nie bestätigt.

Queen Elizabeth II. hatte im vergangenen Jahr eine Videoansprache an die in Glasgow versammelten Staats- und Regierungschefs gehalten. Charles rief damals die Welt in einem eindringlichen Appell auf, mehr gegen die drohende Klimakatastrophe zu tun.

Während der 73-Jährige seit Jahrzehnten als Vorkämpfer für den Klimaschutz aktiv ist, verfolgt Premierministerin Truss eine andere Linie. Sie will in Großbritannien zum klimaschädlichen Fracking zurückkehren und neue Gasfelder erschließen. In ihrem neuen Kabinett sitzen mehrere Minister, die dem Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 skeptisch gegenüber stehen.

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