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Kämpfe in Syrien treiben 80.000 Menschen in die Flucht

Kämpfe in Syrien treiben 80.000 Menschen in die Flucht

n-tv
Friday, July 18, 2025 07:14:21 PM UTC

Nach dem Fall des Assad-Regimes hoffen viele Syrer auf ein Ende von Flucht und Vertreibung. Der nun ausgebrochene Konflikt zwischen Drusen und sunnitischen Beduinen bringt erneut viel Leid über die Zivilbevölkerung. Einige Hundert Menschen sterben - Zehntausende müssen fliehen.

Einen Tag nach dem Abzug der Regierungstruppen aus dem Konfliktgebiet in Südsyrien haben sich bewaffnete Stammesmilizen und Kämpfer der Drusen Gefechte geliefert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die Stammeskämpfer seien mit Unterstützung von Regierungstruppen nach Suweida gelangt. Bundesaußenminister Johann Wadephul rief die syrische Übergangsregierung dazu auf, Minderheiten wie die Drusen zu schützen. Laut UNO wurden seit dem Beginn der Kämpfe am Sonntag fast 80.000 Menschen vertrieben.

In der Provinz Suweida hatten am Sonntag Gefechte zwischen Kämpfern der islamischen Minderheit der Drusen und sunnitischen Beduinen begonnen. Beide Volksgruppen sind bereits seit Längerem verfeindet. Die Übergangsregierung in Damaskus entsandte am Montag Truppen in das Gebiet im Süden des Landes. Nach der Verkündung einer Waffenruhe am Mittwoch verkündete die Regierung am Donnerstag den Abzug ihrer Truppen. Am Freitag versammelten sich zur Unterstützung der Beduinen weitere Kämpfer, die syrischen Stämmen angehören, in Dörfern nahe der Provinzhauptstadt Suweida.

Stammeschef Anas al-Enad aus der zentralsyrischen Stadt Hama sagte, die Beduinen hätten ihn und seine Männer um Hilfe gebeten. Den Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge unterstützten Regierungskräfte die Ankunft der Stammeskämpfer, da die Regierungstruppen selbst aufgrund einer Vereinbarung mit Israel nicht nach Suweida könnten. Die syrische Präsidentschaft hatte den drusischen Kämpfern vorgeworfen, die Waffenruhe verletzt zu haben.

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