
Jetzt will Schwesigs Koalition von Putin getäuscht worden sein
Die Welt
In Mecklenburg-Vorpommerns Landtag lässt die SPD jede Selbstkritik bezüglich ihrer Russland-Politik vermissen: Alle Schuld weist sie dem „Pinocchio“ Putin zu, das Agieren Schwesigs verteidigt sie. Die CDU tituliert die Regierungschefin als „russische Werbe-Ikone“.
Kein Satz ließ das politische und geistige Grundproblem von Mecklenburg-Vorpommern in der aktuellen Lage so klar hervortreten wie dieser. Vorgetragen wurde der Satz am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung des Landtags zum russischen Überfall auf die Ukraine vom Hauptredner der größten Fraktion, von Thomas Krüger aus der SPD.
„Es gab ein Vorher, und es gibt ein Nachher“, so Krüger. Strikt unterschied er damit die Vergangenheit von der Gegenwart und markierte so die Unfähigkeit – oder Weigerung –, die bisherige Russland-Politik im Nordosten rückblickender Selbstkritik unterziehen. „Vorher“, so Krüger, also vor der Invasion, habe man sich unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) „nicht vorstellen“ können, dass es gegenüber Wladimir Putins Russland falsch gewesen sein könnte, „miteinander zu reden“ und durch „Dialog“ sowie „wirtschaftliche Verflechtung“ den „Frieden“ zu sichern.













