
Jetzt muss Boris Becker hoffen, dass an ihm kein Exempel statuiert wird
Die Welt
In vier von 24 Anklagepunkten sprechen die Geschworenen Boris Becker am Freitagnachmittag schuldig. Dem 54-Jährigen droht eine schmerzhafte Strafe. Becker muss nun hoffen, dass Richterin Deborah Taylor an ihm kein Exempel statuiert.
Es war kurz nach 14 Uhr Ortszeit, als am Freitagmittag über die knarzenden Lautsprecher im Southwark Crown Court eine Durchsage kam. Im Gerichtssaal Nummer drei werde die Jury ihr Urteil verkünden.
Ein Urteil, das aus einem der weltweit berühmtesten deutschen Sportstars demnächst einen Gefängnisinsassen machen könnte. Seit drei Wochen hatte Boris Becker an fast jedem Wochentag in das Klinkergebäude kommen müssen, das wenige hundert Meter von der Tower Bridge entfernt liegt. Hand in Hand mit seiner Partnerin Lilian de Cavalho Monteiro, stets mit genügend Zeit, um sich in die Sicherheitsschlange einzureihen. Die letzten vier Tage der Verhandlung war auch der älteste Sohn Noah immer an seiner Seite. Wie alle anderen hatte Becker seinen Kaffee am Stand im Foyer gekauft, draußen im kalten Londoner Wind einen Zigarillo geraucht.

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