
Israels Ultraorthodoxe drohen mit Koalitionsbruch
n-tv
Innerhalb der rechten Koalition in Israel wachsen die Fliehkräfte: Die Partei der ultraorthodoxen Juden kündigt ein Ende des Bündnisses an, sollte Premier Netanjahu auf einer Wehrpflicht für strenggläubige Juden bestehen. Angesichts des langen Kriegs in Gaza fehlen der Armee die Soldaten.
Vor dem Hintergrund des Streits um den Wehrdienst für ultraorthodoxe Juden in Israel hat die ultraorthodoxe Schas-Partei mit dem Bruch der Regierungskoalition gedroht. Sollte es in der Frage keine "Lösung in letzter Minute" geben, werde seine Partei für die Auflösung des Parlaments stimmen, sagte Schas-Sprecher Ascher Medina dem israelischen öffentlich-rechtlichen Radio.
Die Schas-Partei ist derzeit Teil der seit Dezember 2022 regierenden rechten Koalition. Sollte sie das Bündnis verlassen, hätte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu keine Regierungsmehrheit in der Knesset.
