
Iran will weiter mit EU-Außenministern sprechen
n-tv
Gut vier Stunden verhandeln die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sowie die EU-Außenbeauftragte mit ihrem Gegenüber aus dem Iran. Konkretes liefert das Treffen in Genf nicht - dafür aber laut Wadephul eine wichtige Erkenntnis.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hält nach gut vierstündigen Verhandlungen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi weitere Gespräche mit Teheran über eine diplomatische Lösung des Atomkonflikts für sinnvoll. "Das gute Ergebnis heute ist, dass wir den Raum verlassen mit dem Eindruck, dass die iranische Seite grundsätzlich bereit ist, über alle wichtigen Fragen weiter zu sprechen", sagte der CDU-Politiker nach einem gemeinsamen Treffen mit den Chefdiplomaten aus Frankreich, der EU und Großbritannien und Araghtschi in Genf.
Der iranische Außenminister will die Gespräche seinerseits auch mit den europäischen Kollegen fortführen. "Wir unterstützen die Fortsetzung der Gespräche mit den drei europäischen Ländern und der Europäischen Union und sind bereit, in naher Zukunft ein weiteres Treffen abzuhalten", sagte Araghtschi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Er betonte aber: "Solange die Angriffe Israels andauern, werden wir mit keiner Partei verhandeln."
Frankreich rief Teheran zu Verhandlungen mit den USA auf. "Wir haben den iranischen Minister aufgefordert, Verhandlungen mit allen Parteien, einschließlich der USA, in Betracht zu ziehen und nicht auf die Einstellung der Luftangriffe zu warten, die wir ansonsten auch fordern", sagte Außenminister Jean-Noël Barrot.
