
Infantino verkündet aberwitzige Fußball-Pläne für die USA
n-tv
Gianni Infantino berauscht sich an der ersten XXL-Klub-WM. Das ist kein Wunder, schließlich ist das Turnier sein Prestige-Projekt. Und auch wenn sich das Interesse bei vielen Spielen arg in Grenzen hält, vor allem beim US-Publikum, hat der FIFA-Boss neue große Ziele.
Gianni Infantino wäre nicht Gianni Infantino, wenn er nicht schon neue, gigantische Pläne für den Fußball hätte. Im Rausch der Gefühle bei seiner XXL-Klub-WM formuliert der FIFA-Boss sein nächstes Projekt. Er möchte den Fußball in den USA zur Sportart Nummer eins machen. Das sagte Infantino bei einem Gespräch mit dem Sender Fox News, berichtet das Portal "The Athletic". Noch verstecken sich das Spiel und die heimische Liga, die Major League Soccer (MLS) im Schatten der großen Giganten NFL, NHL, NBA und MLB. Aber die Sonne grüßt schon, findet Infantino. Schon bald werden die USA eine Fußball-Nation sein, sagt er.
Aber warum eigentlich? Die gerade in glühender Hitze laufende Klub-WM in den Vereinigten Staaten liefert nicht so wahnsinnig viele Indizien, dass sich derzeit im amerikanischen Schatten ein gigantischer Hype aufbaut, der den Sport schon in Bälde an die Spitze des nationalen Interesses spülen wird. Die von Infantino als "neue Ära des Fußballs" angepriesene Klub-WM steckt noch im Stau der Visionen fest. Viele Stadien bleiben leer, angesichts der Größe der Arenen liefert das viele trostlose Bilder. Richtig stimmungsvoll, so wie Infantino seine WM trotz allem fast durchgängig verkauft, wurde es bisher selten. Und wenn, dann wenn die Südamerikaner am Ball waren.
