
In Deutschland leben knapp 2000 invasive Arten
n-tv
Eingewanderte Tier- und Pflanzenarten werden invasiv genannt. Untersuchungen zufolge schädigen einige von ihnen die Umwelt hierzulande. Nun stellen internationale Forscher erstmals fest, wie viele dieser Arten es in Deutschland überhaupt gibt. Einige von ihnen leben aber schon Jahrhunderte hier.
In Deutschland gibt es fast 2000 sogenannte invasive Arten. Die meisten dieser ursprünglich nicht in Deutschland heimischen Arten sind Pflanzen und Insekten, wie die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main mitteilte. Besonders häufig wurden die Tiere und Pflanzen aus benachbarten europäischen Ländern sowie Asien und Nordamerika eingeführt. Der Studie zufolge sind bei fast 98 Prozent der invasiven Arten die Auswirkungen auf heimische Ökosysteme und die Wirtschaft noch unbekannt.
Breiten sich Arten durch den Menschen in Gebieten außerhalb ihrer Heimat aus, ist die Rede von gebietsfremden oder invasiven Arten. Sie können erhebliche Schäden im Ökosystem anrichten, weil sie einheimische Arten verdrängen können. Ein internationales Forscherteam erstellte nun erstmals eine umfassende Liste von insgesamt 1962 nicht heimischen Arten in Deutschland, einschließlich der betroffenen Lebensräume, Herkunftsregionen und der dokumentierten Auswirkungen.
