
In der Lücke zwischen abstürzender Union und radikaler AfD
Die Welt
„Müssen in den Bundestag, um zu retten, was noch zu retten ist“: Die Freien Wähler wittern ihre Zeit, sich bundesweit als neue konservative Kraft der Mitte zu etablieren. Parteichef Aiwanger attackiert Union und AfD frontal – und pocht auf das baldige Ende der Corona-Eingriffe.
Bei drei Prozent stehen die Freien Wähler in Umfragen kurz vor der Bundestagswahl. Aber: Viel höher rangierten sie vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz auch nicht – und zogen im März mit 5,4 Prozent in den Landtag ein.
Auszuschließen ist daher nicht, dass sich die Freien Wähler am Sonntag als Sonderfall unter den in Umfragen auf insgesamt bis zu neun Prozent gewachsenen „Sonstigen“ erweisen. Eine große Rolle spielt für den Bundesvorsitzenden und bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger der Kampf gegen die Corona-Maßnahmen:

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












