
In Berlin braucht man Geduld zum Wählen
n-tv
Schlangen an den Wahllokalen, verschlossene Türen und vertauschte Wahlzettel - das ist die Realität am Wahlsonntag in Berlin. Grund für die Schwierigkeiten sind unter anderem so viele Abstimmungen auf einmal wie nirgends sonst.
Berlinerinnen und Berliner geben heute nicht nur ihre Stimmen für die Bundestagswahl ab, sondern wählen auch das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen. Außerdem stimmen sie über den Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" ab. Nach Angaben der Landeswahlleitung gab es in Berlin noch nie derart viele Abstimmungen an einem Tag. Das bedeutet, dass die Wahlunterlagen recht umfangreich sind und auch der Wahlvorgang länger dauert.
In vielen der mehr als 2000 Wahllokale in der Hauptstadt waren die Folgen unübersehbar, zum Teil bildeten sich lange Schlangen. Wahlhelfer sprechen von Wartezeiten von bis zu eineinhalb Stunden bis zur Stimmabgabe. Wählende sollten dies bei der Planung ihrer Stimmabgabe berücksichtigen. Bis 18 Uhr ist die Stimmabgabe möglich, dann gibt der Wahlvorsteher den Ablauf der Wahlzeit bekannt.
