
Immer mehr Kommunen setzen auf Klimaschutzmanager
n-tv
Mehr als 30 Kommunen in Sachsen-Anhalt haben bereits einen Klimaschutzmanager. Vielerorts fehlt aber das Geld. Was macht ein Klimaschutzmanager eigentlich?
Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt wächst die Zahl der Klimaschutzmanager in den Kommunen. Mehr als 30 Frauen und Männer kümmern sich nach Angaben der Landesenergieagentur (Lena) in den Verwaltungen um Fragen des Klimaschutzes. Zuletzt kamen unter anderem im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, der Welterbestadt Quedlinburg und in Köthen neue Klimaschutzmanager dazu. Doch die Kommunen bewerten den Einfluss der Klimaschutzmanager sehr unterschiedlich, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt. Und sie stehen teils vor größeren Herausforderungen bei Personal und Finanzierung.
"Der Klimawandel stellt Kommunen vor gewaltige Herausforderungen", heißt es aus der Stadtverwaltung in Quedlinburg. "Als eine besonders von Starkregenereignissen betroffene Kommune soll das Konzept künftige Maßnahmen der Klimafolgenanpassung unterstützen und helfen, Fördermittel zu akquirieren." Erst am Mittwoch hatten heftige Gewitter im Landkreis Harz für vollgelaufene Keller und Schlammlawinen gesorgt. Wie Kommunen mit den immer größer werdenden Extremen von Phasen der Trockenheit und Starkregen umgehen können, auch das kann eine Aufgabe sein, die Klimaschutzmanager übernehmen.
"Es haben alle die gleichen Sorgen und Probleme", sagt Carola Kalks-Gebhardt. Sie ist Klimaschutzmanagerin im Landkreis Harz. Der Kreis ist einer der Vorreiter in Sachsen-Anhalt. Acht der 13 Einheitsgemeinden hätten bereits einen Klimaschutzmanager oder verfügten schon über Klimaschutzkonzepte, dazu der Landkreis. Regelmäßig organisiert Kalks-Gebhardt gemeinsame Treffen, um etwa Konzepte auszutauschen. Sie selbst arbeitet derzeit an einem Klimaschutzkonzept für den gesamten Landkreis.
