
Im politischen Tollhaus der Republik – wo das Chaos regiert
Die Welt
Wenige Monate vor der Landtagswahl im Saarland geht es bei Linkspartei, Grünen und AfD drunter und drüber. Und nun formiert sich auch noch eine „bunte“ sozialökologische Liste – die vor allem Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) vor sich hertreiben will.
Es gibt einen Spruch über das Saarland, der in einem Satz zusammengefasst die Realität akkurat beschreibt: Im Saarland kennt jeder jeden, oder er kennt einen, der einen kennt. Es handelt sich um ein Minibundesland an der äußersten Westflanke der Republik, und tatsächlich gluckt man in dieser Abgeschiedenheit stärker zusammen als andernorts. Aber große Nähe erzeugt neben Wärme nun auch unweigerlich Reibung, womit wir mittendrin wären im größten Problem der Landespolitik.
Man kennt sich und weiß fast alles übereinander, man begegnet sich immer wieder und überall, bei Grillfesten und in Aufsichtsräten, im Verein und im Parlament. Das führt zu seltsamen Konstellationen, abrupten Parteibuchwechseln und fragwürdigem Postengeschacher, was dann Untersuchungsausschüsse und Staatsanwaltschaften beschäftigt. Vor allem kommt es innerhalb der Parteien zu Verwerfungen, Lagerbildungen und erbitterten Machtkämpfen.













