
Im Alpen-Nationalpark droht ein erneuter Felssturz
n-tv
Ein Felssturz im Nationalpark Berchtesgaden löste Anfang der Woche einen Rettungseinsatz aus. Nun hat sich ein Geologe den Bereich angesehen und kann keine Entwarnung geben.
Ramsau (dpa/lby) - Im Nationalpark Berchtesgaden droht laut einem Geologen ein weiterer Felssturz. 20 Wanderer waren dort am Dienstag nach einem Felssturz gerettet worden, ein Mann wurde von einem Stein leicht verletzt.
Der Geologe Stefan Kellerbauer habe den Bereich im hinteren Wimbachtal kurz vor dem Trischübelpass in Augenschein genommen, teilte ein Sprecher des Nationalparks Berchtesgaden mit. Demnach bestehe im Bereich des Felssturzes weiterhin Lebensgefahr, die Sperrung des verschütteten Steiges sei deshalb unausweichlich. Da nicht alle labilen Bereiche abgegangen seien, bestehe die Gefahr eines weiteren Felssturzes, sagte Kellerbauer.
Rund 4.000 Kubikmeter Fels seien am Dienstag abgebrochen. "Aber es gibt an der Ausbruchstelle noch ein labiles Volumen von mindestens der gleichen Größe, eventuell sogar mehr." Zudem gebe es eine sichtbare, offene Spalte in der Felswand, aus der bereits Material ausgetreten sei.
