
ICE-Personal schmeißt alle Passagiere nach einer Station aus Zug
n-tv
Täglich ärgern sich viele Reisende bei der Deutschen Bahn über Zugausfälle und Verspätungen. Bei einer Fahrt von München gen Norden wäre der Frust wohl vermeidbar gewesen. Die Fahrt wird von den Zugbegleitern schon früh gestoppt. Bei der Begründung glauben Reisende zunächst an einen Scherz.
Das Personal eines ICE auf dem Weg von München nach Hamburg hat alle Passagiere nach nur einer Station aus dem Zug geworfen. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtete, mussten die Reisenden in Nürnberg aussteigen und konnten erst eine Stunde später mit einem hoffnungslos überfüllten Zug weiterfahren. Zur Begründung teilten die Mitarbeiter per Durchsage mit, sie wollten als Zugbegleiter ein Zeichen setzen. "Dieser Zug ist uns zu dreckig, um damit weiterzufahren. Der Zug endet deshalb in Nürnberg."
Das "Hamburger Abendblatt" schrieb unter Berufung auf Angaben eines Reisenden, viele hätten die Durchsage zunächst für einen Scherz wie in der TV-Sendung "Versteckte Kamera" gehalten. Dem Passagier zufolge war der ICE keineswegs verdreckt. "Man hätte vielleicht mal durchsaugen können." Er berichtete zudem, in dem Folgezug hätten die Fahrgäste sich "in den Gängen förmlich gestapelt". Reservierungen seien dort ungültig gewesen.
